HATHA YOGA

Hatha Yoga ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird.

Hatha ist ein Sanskrit Wort, das soviel wie kraftvoll bedeutet. Weiter wird es als Ausdruck der Einheit einander entgegengesetzter Energien (heiß und kalt, männlich und weiblich, positive und negativ, Sonne und Mond) gedeutet.

Hatha Yoga war anfänglich zur Unterstützung anderer Yoga-Formen konzipiert. Erfreute sich jedoch rasch großer Beliebtheit und wurde schon bald, als eigenständige Yoga-Form betrachtet. Wenn man heutzutage im westlichen Kulturkreis von Yoga spricht, so meint man meist den Hatha Yoga.

Eine im Westen weit verbreitet zeitgemässe Form des Hatha Yoga ist das von B.K.S. Iyengar begründete und verbreitete Iyengar Yoga, bei dem Hilfsmittel wie Gurte und Holzklötze eingeführt wurden um die Asanas "leichter" praktizierbar zu machen.

ASHTANGA YOGA

Ashtanga oder auch Ashtanga Yoga ist die klassische indische Yogaform (übersetzt etwa: acht Äste (Säulen) des Yoga), jenes Systems aus Philosophie und praktischen Übungen. Sie wurde von Patanjali um 200 v. Chr. entwickelt und besteht aus acht Teilen:

1. Yama - Verhalten gegenüber der Umwelt
2. Niyama - Verhalten gegenüber dem Selbst
3. Asana - Zusammenführung von Körper und Geist durch Yoga-Asanas
4. Pranayama - Zusammenführung von Körper und Geist durch die Atmung
5. Pratyahra - das Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt
6. Dharana - das Konzentrieren auf nur einen Gedanken
7. Dhyana - Meditation
8. Samadhi - die völlige Ruhe des Geistes

RAJA YOGA

Der Raja Yoga (Sanskrit, m., rājayoga, sprich: Radschayoga, raja = König) ist eine spezielle Form des Yoga. Er umfasst Techniken des mentalen Trainings und der Meditation.

Der Raja Yoga besteht aus 8 aufeinander folgenden Stufen:

1. YAMA: Die 5 Enthaltungen (Nicht töten, Wahrhaftigkeit, Nicht stehlen, Enthaltsamkeit, Kein annehmen von Geschenken)
2. NIYAMA: Die 5 Verhaltensregeln (Reinlichkeit (Läuterung), Zufriedenheit, geistige Disziplin, Studium, Hingabe an Gott)
3. ASANA: Die rechte Meditationshaltung
4. PRANAYAMA: Beherrschung der Lebensenergie, Atem
5. PRATYAHARA: Verinnerlichung
6. DHARANA: Konzentration
7. DHYANA: Meditation
8. SAMADHI: Erleuchtung - Glückseligkeit

Die anderen drei Yogawege sind: Jnana Yoga (Weg der Erkenntnis), Karma Yoga (Erlösung durch gute Taten) und Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)

MEDITATION

Meditation (lat. meditatio = "das Nachdenken über" oder lat. medius = "die Mitte") ist eine Konzentrationsübung mit dem Zweck, einen veränderten Bewusstseinszustand oder letztlich sogar die Erleuchtung zu erreichen. Im älteren Sprachgebrauch bezeichnet "Meditation" einfach ein Nachdenken über ein Thema oder die Resultate dieses Denkprozesses.

Unter Meditation kann man jede absichtslose Konzentration auf eine Tätigkeit verstehen. Die Konzentration ist dabei nicht bewusst gesteuert, sondern ergibt sich zwanglos als Folge der Versenkung in die Tätigkeit. Die Tätigkeit kann aktiv manipulierend sein, es kann sich aber auch um innere Kontemplation eines Gegenstandes oder einer Idee handeln. Wesentlich ist in jedem Fall ein Zustand der Entspannung und eine Umgebung ohne Störreize, bzw. die Fähigkeit, seine Sinne ruhen zu lassen. Neurologisch äußert sich der meditative Zustand in einer Änderung des Hirnwellenmusters.

Der Zustand, der erreicht werden soll, kann je nach Art der Meditation recht unterschiedlich sein. Insbesondere bei den aktiven Varianten der Meditation ist er kaum von den Begriffen Trance und Ekstase abzugrenzen. Meditation kann allein oder in einer Gruppe unter Anleitung durchgeführt werden. Der Gegenstand der Meditation kann beinahe beliebig sein, so dass auch Musizieren oder sogar einfache, d.h. nicht aufmerksamkeitsfordernde, Arbeiten meditativ wirken können.